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German Reviews


UNART MAGAZINE

Rezension

Es kommt nicht so oft vor, dass mich eine komplette CD total vom Hocker haut. TraKKtor haben dies jedoch mit ihrem aktuellen Werk "Halo of Lies" geschafft! 26 Tracks auf 2 CD's bekommt der Käufer geboten und darf sich so an 130 Minuten feinster Musik erfreuen. Der Opener "Welcome to Sin City" ist gespickt mit Filmsamples und kommt schaurig-schön orchestral daher und zeigt, dass das Duo aus Schweden durchaus auch gute Filmmusik produzieren könnte. Aber mit "End of Days" kommen sie dann schnell zur Tagesordnung und präsentieren einen klassischen Floorfiller, der durch eine gefällige Hookline punkten kann. Es folgt mit "Blitzkrieg Galaxy" dann ein echter Mid-Tempo-Stampfer, der durch ein gutes Arrangement seine Stärken gekonnt offenbart und für mich persönlich ein Highlight des Albums ist. "Halo of Lies" wird mit seinen zahlreichen Beats per Minute wohl ohne Zweifel ebenso zum Tanzen animieren, wenngleich auch diverse Tempowechsel eine willkommene Pause für den konditionell schwachen Tänzer bieten. Im folgenden Track, in dem "TraKKtor" sich selbst besingen, bekommt der Hörer dann Gitarren und eine gepflegte Doppel-Bass-Drum auf die Ohren, die ein wenig "Heavy Metal Feeling" aufkommen lassen. Anfangs ist das noch etwas ungewohnt, aber nach mehrfachem Hören klingt das schon sehr genial. "Spitting on your Grave" braucht sich hinter Kompositionen von Combichrist nicht verstecken. Quietschende Lead-Sounds vereinen sich im Chorus zu einem wirklich Ohrwurm und entlocken selbst dem größten Tanzmuffel zuckende Bewegungen. Nach der hohen Anzahl an Beats per Minute, gönnen uns TraKKtor wieder eine Ruhephase in Form eines erneuten orchestralen Intrumentals. Einen epischen Soundtrack aus einem Endzeitfilm bekommt der Hörer knapp 3 Minuten hier auf die Ohren und doch fügt sich der Track gut ins Gesamtbild ein. "MeKKanized Soul" beendet diese Pause dann unbarmherzig mit satten Drums, dichten Streichern, aggressiven Vocals und gefälligen Melodieläufen. Natürlich fehlt auch hier der gewisse "Ohrwurm-Faktor" nicht und es fällt sehr schwer, nicht zumindest gefällig mit dem Kopf zu nicken. Analoge Klänge läuten "Hollow Spirits" ein, um dann direkt wieder den treibenden Bass-Sounds den Vorrang geben. Dieser Track ist zwar nicht mit einer so einprägsamen Melodie versehen wie seine Vorgänger, wird aber dennoch in bester Hocico-Manier präsentiert. "Drag me to Hell" macht auch keine Gefangenen und marschiert unbarmherzig vorwärts, um dann mitten drin unerwartet das Tempo zu halbieren und genauso unerwartet wieder zu verdoppeln. Das TraKKtor nicht nur reine BPM-Monster liefern können, beweisen sie auf der CD dann erneut mit dem Track "The Dawn of War", der irgendwie an die alten Frontline Assembly Sachen erinnert, zum Ende hin wieder ein wenig orchestral wird und damit auch würdevoll die erste CD abschließt.

Auf der zweiten CD gibt es 15 Remixe, von denen mir persönlich die von Stahlnebel & Black Selket, Re:\Legion und Angst Pop feat. Technomancer am Besten gefallen.

Fazit: TraKKtor präsentieren auf ihrem Silberling Dark Electro vom Allerfeinsten, ganz in der Manier von Hocico und Combichrist. Durch geschickt eingebaute EBM-Elemente kommen in manchen Songs auch Parallelen zu Frontline Assembly zum Vorschein, sodass auch neugierige EBM-Freunde mal ein Reinhören riskieren sollten. Natürlich gebe ich für diese Werk eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.


Elektrauma.de                        

Die schwedische Band Trakktor hat seit ein paar Tagen ein neues Album am Start! Und das hat es in sich. „Halo Of Lies“ besteht aus 2 randvoll gepackten CDs im schönen Digipak samt tollem Artwork – was will man mehr!? Bereits im Sommer 2011 veröffentliche die Band ihr beeindruckendes Debut „Force Majeure“ auf dem hauseigenen Label Katyusha. Nun wird nachgelegt!


Das vorliegende neue Werk „Halo Of Lies“ wird stimmig durch „Welcome To Sin City“ eingestimmt. „End Of Days“, Song 2, zeigt durch beeindruckend harsche Clubtunes, daß die Band sehr wohl ein großes Wörtchen in der TBM, EBM und Endzeitelektroszene mitzureden hat. Das starke schleppende „Blitzkrieg Galaxy“ ist bereits einigen als Vorabsingle bekannt und ist hier in der speziellen Albumversion vertreten. Der gleichnamige Titeltrack „Halo Of Lies“ knallt ordentlich und überzeugt durch einen hymnenhaften, hitverdächtigen Chorus. Mit gothrockigen Elementen kommt „Trakktor“ um die Ecke. Eine gnadenlose Clubgranate ist der Band mit „Spitting In Your Grave“ gelungen. Zeit zum Verschnaufen gibt es nur beim martialistischen „Orbital Strike“. „Mekkanized Soul“ besticht vor Allem durch düstere Flächensounds, extreme treibende Klänge von Ende der Welt gibts bei „Hollow Spirits“. Den vorletzten Song „Drag Me To Hell” könnte man als Mixtur von Harshelektro und Trance beschreiben. Mit pompösen Orchestersounds bei „The Dawn Of War” endet schliesslich der neue Longplayer „Halo Of Lies“.
Auf CD2 gibt es Bonus noch weitere 15 Songs im Remixgewand zu hören. Bands wie z.B. Roughhausen, Ginger Snap5, Kant Kino oder Ordo Rosarius Equilibrio, um nur ein paar zu nennen, drehten die Tracks gehörig durch den Fleischwolf!


Fazit: Ein sehr gelungenes zweites Album der Schweden, welches anderen Elektrobands hier und da die Butter vom Brot zu nehmen weiß! Eine großartige Produktion! Hut ab! Tipp!

Andi 2012-12-12

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