Discography‎ > ‎Albums‎ > ‎Force Majeure‎ > ‎

Deutsch_Bewertungen



Wertung: 6 von 6


Die Band TRAKKTOR, bestehend aus Jens Lagnekvist und Pierre Maier, veröffentlichte vor Kurzem auf dem hauseigenen Label Katyusha ihr lang erwartetes Debutalbum „Force Majeure“. „Alter Schwede“ - das Warten sich gelohnt! Was uns die Band hier um die Ohren haut kann sich mehr als hören lassen! Die harte Arbeit der letzten 3 Jahre hört man dem Longplayer an. Hier stecken trotz des Tempos sehr viele Details drin und Trakktor weiss zu betören! Das Intro „Pandoras Box“ bietet mit seiner Endzeitstimmung den perfekten Einstieg, ehe „Soothsayer“ diabolisch und düster mit verzerrten Vocals eine mystische Atmosphäre erzeugt. „Final Fusion“ beginnt mit wunderschönen Klangteppichen, wobei es nicht lange auf sich warten lässt bis die Geschwindigkeit anzieht und ein Hellektrosong allererster Klasse zum Besten gegeben wird. Der eingängige Refrain und das tolle Wechselspiel zwischen cleanen und sehr verzerrten Vocals im Duett, setzen dem Song nochmal das I-Tüpfelchen auf. Das folgende „Veil Of Thorns“ zeigt wo der Hammer hängt. Eine rauhe Stimme, die man von den ganz frühen Terminal Choice Veröffentlichungen kennt, hymnenhafter Refrain, pumpende Beats und sägende Synths enden in einem fulminanten Finale. Bei „Reaper“ hämmert es ohne Ende aus den Boxen und die Band weiss im Gegenzug dazu mit ruhigen Parts wieder Platz für die gewisse Trakktor-Atmosphäre zu schaffen. The Surge“ kommt mit coolen Melodien daher und erinnert teilweise an die tolle, ganz frühe Phase von Funker Vogt. „Spitfire“ lässt Siren aufheulen bevor das Inferno seinen Lauf nimmt und knallende Beats den Song dominieren. „Extinction“ kommt wie ein Gewitter daher. Es knallt, scheppert und donnert, man weiss nicht wie einem geschieht und plötzlich ist der Song zu Ende. Düsterelektro mit einer gewissen Coolness wird bei „Dancing With The Devil“ aufgefahren. Das letzte Stück ist unbesungen, hört auf den Namen „Thirteenth Order“, und lässt den Hörer doch tatsächlich in wohligen Flächensounds und Midtempobeats zur Ruhe kommen. Ein überzeugendes Ende! Als Bonus ist auf der CD noch ein sehr gelungener, tranciger Remix von Anamadim zu „Dancing With The Devil“ enthalten.
Fazit: Ein super Werk mit fast ausschliesslich Uptemponummern, die alles bieten was das Elektroherz begehrt – tolle Beats, verzerrten und cleanen Gesang, perfekte Keyboardflächen, einprägsame Melodien und sehr gutes Songwriting! Konkurrenten wie Hocico oder Suicide Commando sollten sich nun warm anziehen!

Comments